Schiedsrichter im WM-Final 2026: Slavko Vinčić und sein Gespann
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Die FIFA hat am 17. Juli 2026 die Unparteiischen für die letzten beiden Partien der Weltmeisterschaft bekannt gegeben. Den Final zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag, 19. Juli um 21:00 Uhr (CEST) leitet der Slowene Slavko Vinčić — der erste Slowene überhaupt und erst der 23. Schiedsrichter in der Geschichte des Turniers, dem ein WM-Final anvertraut wird. Das Spiel um Platz 3 zwischen Frankreich und England pfeift der Venezolaner Jesús Valenzuela. Ich ordne Person, Gespann, Bilanz mit beiden Finalisten und die Debatte um die Ansetzung systematisch ein.

Inhaltsübersicht
- Die Ansetzung: erster Slowene der Geschichte
- Das Gespann für den Final
- Das Gespann für das Spiel um Platz 3
- Vinčićs Bilanz mit Argentinien
- Vinčićs Bilanz mit Spanien
- Die Debatte um die Ansetzung — und was sie nicht ist
- Der Schweizer Blick
- Das Wichtigste in Kürze
- Häufige Fragen
Die Ansetzung: erster Slowene der Geschichte
Slavko Vinčić ist 46 Jahre alt und stammt aus Maribor. Mit seiner Ansetzung für den WM-Final erreicht der slowenische Fussball eine Premiere: Nie zuvor hat ein Slowene ein WM-Final geleitet. In der 96-jährigen Turniergeschichte ist Vinčić überhaupt erst der 23. Unparteiische in dieser Rolle. Unbekannt ist er auf dieser Bühne nicht — er leitete den Champions-League-Final 2024 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund sowie den Europa-League-Final 2022. Nach einer Quelle ist der WM-Final sein vierter Einsatz an diesem Turnier, nach Brasilien – Marokko, Jordanien – Algerien und dem Sechzehntelfinal Mexiko – Ecuador.
Informiert wurde er von Pierluigi Collina, dem Chef-Schiedsrichteroffiziellen der FIFA. Vinčićs erste Reaktion, wörtlich: «So, first of all, a shock. Then happiness. I was shaking, so it’s an incredible honour to get the World Cup final.» («Also, zuerst einmal ein Schock. Dann Freude. Ich habe gezittert — es ist eine unglaubliche Ehre, den WM-Final zu bekommen.») Und weiter: «First of all, it’s very difficult to put everything into words, but I’m very proud to represent my country, Slovenia.» («Zunächst einmal ist es sehr schwierig, alles in Worte zu fassen, aber ich bin sehr stolz darauf, mein Land Slowenien zu vertreten.»)
Collina beschrieb den Moment der Mitteilung so: «This is the third time I have done it in a FIFA World Cup and, again, I always feel the goosebumps when I do that.» («Es ist das dritte Mal, dass ich das an einer FIFA-Weltmeisterschaft mache, und ich bekomme dabei jedes Mal wieder Gänsehaut.»)
Das Gespann für den Final
| Funktion | Name | Verband |
|---|---|---|
| Schiedsrichter | Slavko Vinčić | Slowenien |
| Assistent 1 | Tomaž Klančnik | Slowenien |
| Assistent 2 | Andraž Kovačič | Slowenien |
| Vierter Offizieller | Adham Makhadmeh | Jordanien |
| Ersatzassistent | Mohammad Al-Kalaf | Jordanien |
| Video-Assistent (VAR) | Bastian Dankert | Deutschland |
| Assistenz-VAR | Nicolás Gallo | Kolumbien |
| Support-VAR | Khamis Al Marri | Katar |
Auf seine beiden Landsleute an der Linie legte Vinčić ausdrücklich Wert: «Refereeing is all about teamwork. So, without them, without Tomaž and Andraž, this is not possible.» («Beim Schiedsrichterwesen dreht sich alles um Teamwork. Ohne sie, ohne Tomaž und Andraž, wäre das nicht möglich.»)
Das Gespann für das Spiel um Platz 3
| Funktion | Name | Verband |
|---|---|---|
| Schiedsrichter | Jesús Valenzuela | Venezuela |
| Assistent 1 | Jorge Urrego | Venezuela |
| Assistent 2 | Tulio Moreno | Venezuela |
| Vierter Offizieller | Jalal Jayed | Marokko |
| Ersatzassistent | Zakaria Brinsi | Marokko |
Das Video-Team für die Partie in Miami hat die FIFA in ihrer Bekanntgabe nicht aufgeführt. Die Vorschau zum kleinen Final steht unter Frankreich – England.
Vinčićs Bilanz mit Argentinien
Vinčić hat Argentinien in seiner Karriere genau einmal gepfiffen — und es war eine denkwürdige Partie: das 1:2 gegen Saudi-Arabien in der Gruppenphase der WM 2022. Es ist Argentiniens einzige Niederlage unter seiner Leitung und zugleich jenes Spiel, das die damalige argentinische Serie von 36 Partien ohne Niederlage beendete.
Die Details der Partie sind für die aktuelle Debatte relevant: Vinčić sprach Argentinien in der 10. Minute einen umstrittenen Penalty zu — nach VAR-Überprüfung, wegen eines Trikotzupfers von Saud Abdulhamid an Leandro Paredes. Messi verwandelte. Im weiteren Spielverlauf zeigte Vinčić sechs Gelbe Karten gegen saudische Spieler und keine einzige gegen Argentinien.
Vinčićs Bilanz mit Spanien
Mit Spanien hat Vinčić ebenfalls Berührungspunkte, allerdings ohne vergleichbare Brisanz: Er leitete an der EM 2024 die Gruppenpartie Spanien – Italien (1:0). Nach einer weiteren Quelle pfiff er zudem das EM-Halbfinal 2024, das Spanien 2:1 gegen Frankreich gewann. Eine Niederlage hat Spanien unter ihm nicht kassiert.
Die Debatte um die Ansetzung — und was sie nicht ist
Die Ansetzung fällt in ein Umfeld, in dem Argentiniens Turnierweg online kritisch kommentiert wird; dabei kursiert das Schlagwort «VARgentina». Diese Kritik ist real — aber es ist wichtig, sie richtig einzuordnen, weil die Faktenlage dünner ist, als die Lautstärke vermuten lässt.
Was gesichert ist: die Ansetzung, Vinčićs Bilanz mit beiden Finalisten und der Umstand, dass die eine Entscheidung, die unter ihm zugunsten Argentiniens fiel, über den VAR zustande kam — also über genau jenen Mechanismus, auf den sich die Kritik bezieht.
Was nicht gesichert ist: alles Weitere. Es liegt weder eine Stellungnahme von Vinčić noch von der FIFA noch von einem der beiden Verbände vor. Ein offizieller Protest irgendeiner Partei ist nicht dokumentiert. Die einzelnen Vorwürfe zu strittigen Entscheidungen stammen aus einem einzelnen Portal und sind nicht unabhängig bestätigt. Von einer Kontroverse zwischen der FIFA und einem Verband zu sprechen, wäre deshalb falsch: Was vorliegt, ist eine Debatte in Medien und sozialen Netzwerken — nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Der Schweizer Blick
Für Schweizer Zuschauer hat die Ansetzung eine indirekte Note. Vinčić leitet den Final jener Mannschaft, an der die Nati gescheitert ist: Argentinien setzte sich im Viertelfinal mit 3:1 nach Verlängerung gegen die Schweiz durch — eine der Stationen jenes argentinischen Turnierwegs, der nun online diskutiert wird. Wer die Partie von Kansas City noch einmal einordnen will, findet sie im Rückblick auf Argentinien – Schweiz; die sportliche Vorschau auf den Final steht unter Spanien – Argentinien. Angepfiffen wird am Sonntag um 21:00 Uhr (CEST).
- Die FIFA hat am 17. Juli 2026 den Slowenen Slavko Vinčić (46) für den WM-Final Spanien – Argentinien angesetzt — als ersten Slowenen und erst 23. Unparteiischen der Turniergeschichte.
- Sein Gespann ist international besetzt: slowenische Assistenten, ein jordanischer Vierter Offizieller, der Deutsche Bastian Dankert als VAR.
- Das Spiel um Platz 3 leitet der Venezolaner Jesús Valenzuela; das Video-Team dafür wurde nicht aufgeführt.
- Vinčić pfiff Argentinien genau einmal: das 1:2 gegen Saudi-Arabien 2022, das eine 36-Spiele-Serie beendete — inklusive eines nach VAR-Überprüfung gegebenen Penaltys in der 10. Minute, den Messi verwandelte.
- Die «VARgentina»-Kritik ist eine Debatte in Medien und Netzwerken: Es gibt keine Stellungnahme von FIFA, Vinčić oder einem Verband und keinen dokumentierten Protest.
