WM-Final 2026, Spanien – Argentinien 1:0 n.V.: der Rückblick

Updated Juli 2026
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Spanien ist Fussball-Weltmeister. Im Final der Weltmeisterschaft 2026 am Sonntag, 19. Juli 2026 im MetLife Stadium von East Rutherford setzte sich die Selección mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien durch — durch ein Tor von Ferran Torres in der 106. Minute, rund 39 Sekunden nach dem Beginn der zweiten Verlängerungshälfte. Es ist Spaniens zweiter WM-Titel nach 2010. Nach 90 Minuten hatte es 0:0 gestanden; die Entscheidung fiel in Überzahl, weil Argentinien seit der 90.+3 Minute mit zehn Mann spielte. 80’663 Zuschauer sahen die Partie, die Leitung hatte der Slowene Slavko Vinčić. Ich gehe den Spielverlauf, den Siegtreffer, die Rote Karte, die Torhüterleistung, die Szenen nach dem Schlusspfiff und die Einordnung des Ergebnisses der Reihe nach durch.

Offenes Grossstadion nach dem Schlusspfiff, goldenes Konfetti auf dem Rasen, gefüllte Ränge im Abendlicht
Das MetLife Stadium in East Rutherford war der Schauplatz des WM-Finals 2026, das Spanien mit 1:0 nach Verlängerung gewann. Bild: Symbolbild.
Endstand Spanien – Argentinien 1:0 n.V.
Torschütze Ferran Torres, 106. Minute
Datum und Ort 19. Juli 2026, MetLife Stadium, East Rutherford NJ
Zuschauer 80’663
Schiedsrichter Slavko Vinčić (SVN)

Inhaltsübersicht

Der Spielverlauf: 120 Minuten, ein Tor

Der Final entwickelte sich genau entlang der Linie, die die Ausgangslage vorgezeichnet hatte: die beste Abwehr des Turniers gegen den besten Angriff — und die Abwehr behielt recht. Über 90 Minuten fiel kein Tor, auch die erste Verlängerungshälfte blieb torlos. Die aussagekräftigste Einzelzahl des Spiels betrifft nicht Spanien, sondern Argentinien: Der Weltmeister von 2022 brachte über die gesamten 120 Minuten keinen einzigen Torschuss aufs Tor. Ein Team, das im Turnier 19 Tore erzielt hatte — Turnierbestwert —, blieb im Final ohne einen Abschluss, den der gegnerische Torhüter halten musste.

Die Wetterbedingungen spielten dabei keine Rolle. Das MetLife Stadium ist ein offenes Stadion, doch der Anstoss um 15:00 Uhr Ortszeit (21:00 Uhr CEST) fand bei sonnigem, trockenem Wetter statt, rund 81 °F beziehungsweise 27 °C, null Prozent Niederschlagswahrscheinlichkeit, leichter Nordwestwind und ein Taupunkt um 54 °F. Die Gewitter- und Rauchrisiken des Vortags hatten sich wie prognostiziert aufgelöst. Die Verlängerung war eine sportliche, keine witterungsbedingte Konsequenz.

Der Siegtreffer: zwei Eingewechselte entscheiden einen Final

Das einzige Tor des Spiels ist in seiner Entstehung eine Geschichte über Einwechslungen. Pedro Porro flankte an den zweiten Pfosten, der eingewechselte Nico Williams gewann dort das Kopfballduell gegen Nahuel Molina und legte quer, und Ferran Torres — seit der 62. Minute für Mikel Oyarzabal auf dem Platz — schloss direkt mit dem linken Fuss ab, an Emiliano Martínez vorbei. Zwei Einwechselspieler kombinierten zum Tor, das eine Weltmeisterschaft entschied.

Für Ferran Torres war es der erste Treffer dieses Turniers. Der Rotationsstürmer, der in Spaniens Startelf keinen Stammplatz hatte, wurde damit zum Matchwinner des Finals und zum Spieler des Spiels. Nach der Partie sagte er: «I just saw the ball coming to me and I just shot with the power of all the Spanish people.» («Ich habe nur gesehen, wie der Ball zu mir kam, und ich habe mit der Kraft aller Spanierinnen und Spanier geschossen.»)

Frühe Berichte stellten Porros Hereingabe in den Mittelpunkt; die entscheidende Vorlage wird dem Kopfball von Nico Williams zugeschrieben. Beide Beteiligten am Aufbau des Siegtreffers — Williams und Torres — kamen von der Bank.

Die Rote Karte gegen Enzo Fernández

Die Partie kippte in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit. In der 90.+3 Minute sah Enzo Fernández die Gelb-Rote Karte: zweite Verwarnung nach einem rücksichtslosen Foul, bei dem Pau Cubarsí ausgehebelt wurde. Argentinien ging damit für die Schlussphase und die gesamte Verlängerung in Unterzahl. Der Platzverweis war die einzige bestätigte Hinausstellung des Spiels.

Die Kartenbilanz fällt entsprechend einseitig aus: Spanien blieb über 120 Minuten ohne eine einzige Verwarnung, Argentinien sammelte sieben Gelbe Karten plus den Platzverweis. Dass die Entscheidung erst in der zweiten Verlängerungshälfte fiel, ändert nichts an der Bedeutung dieser Minute — Spanien spielte 30 Minuten mit einem Mann mehr, und in dieser Phase fiel das Tor.

Kategorie Spanien Argentinien
Tore 1 (Ferran Torres 106.) 0
Torschüsse aufs Tor (120 Min.) keine
Gelbe Karten 0 7
Platzverweise 0 1 (Enzo Fernández, 90.+3, Gelb-Rot)

Emiliano Martínez: elf Paraden — Bestwert in einem WM-Final

Dass es überhaupt in die Verlängerung ging, ist zu einem erheblichen Teil das Verdienst des unterlegenen Torhüters. Emiliano Martínez wehrte elf Schüsse ab — so viele Paraden hat kein Torhüter je in einem WM-Final gezeigt. Es ist die Zahl, die den scheinbar knappen Spielstand erklärt: Das 1:0 beschreibt das Kräfteverhältnis dieser 120 Minuten nicht annähernd.

Berichten zufolge spielte Martínez mit einem gebrochenen Finger; diese Angabe stammt allerdings aus einer einzigen Quelle und ist nicht unabhängig bestätigt. Die Parade-Zahl selbst wird in den meisten Auswertungen mit elf angegeben; eine einzelne Nachbearbeitung nennt zehn. Für die Rekordeinordnung ist der Wert elf massgeblich.

Nach dem Schlusspfiff: die Szenen und der offizielle Spielbericht

Unmittelbar nach dem Abpfiff kam es zu Tumulten. Nahuel Molina stellte Rodri zur Rede, Eric García ging dazwischen — und Leandro Paredes griff García an den Hals und riss Gavi zu Boden, bevor spanische Spieler eingriffen. Der Vorfall ist von mehreren Medien übereinstimmend beschrieben worden. Der BBC-Experte Alan Shearer sagte dazu: «Paredes threw two or three haymakers into someone’s face. He went for them.» («Paredes hat zwei oder drei Schwinger in jemandes Gesicht geschlagen. Er ist auf sie losgegangen.»)

An dieser Stelle lohnt sich eine Präzisierung, die in der Berichterstattung untergegangen ist — und die dieser Rückblick bewusst geraderückt. Mehrere Medien meldeten, Paredes sei nach der Szene des Feldes verwiesen worden. Der offizielle FIFA-Spielbericht hält das Gegenteil fest: Paredes wurde nicht vom Platz gestellt. Damit gilt: Die Auseinandersetzung ist belegt, die zweite Rote Karte auf argentinischer Seite ist es nicht. Argentinien hat in diesem Final genau einen bestätigten Platzverweis kassiert, nicht zwei. Auch eine kursierende Darstellung, wonach der argentinische Assistenztrainer Daniel Ayala Dani Olmo geschlagen habe, ist nur über eine einzige Quelle belegt und damit nicht gesichert.

Achtung! Wer die Kartenbilanz dieses Finals nachschlägt, findet in mehreren Medienberichten zwei argentinische Platzverweise. Massgeblich ist der offizielle Spielbericht — und der kennt nur einen: Enzo Fernández.

Argentinien stand nach der Niederlage zusätzlich in der Kritik, weil sich die Mannschaft während der spanischen Pokalübergabe abwandte und das Spalier, das Spanien für Lionel Messi gebildet hatte, nicht erwiderte. Messi selbst fasste den Abend so zusammen: «I feel sad, but I am aware that we played our hearts out.» («Ich bin traurig, aber mir ist bewusst, dass wir alles gegeben haben.») Trainer Lionel Scaloni ergänzte: «Sadness, but knowing that we left everything out there. … We’re great in victory, and we have to show that we’re great in defeat too.» («Traurigkeit, aber im Wissen, dass wir alles auf dem Platz gelassen haben. … Wir sind gross im Sieg, und wir müssen zeigen, dass wir auch in der Niederlage gross sind.»)

Was dieser Sieg für Spanien bedeutet

Spanien holt den zweiten WM-Titel der Verbandsgeschichte, den ersten seit 2010. Damit hält die Selección gleichzeitig den Europameistertitel 2024 und den Weltmeistertitel 2026. Mit dem Triumph der spanischen Frauen an der WM 2023 ist Spanien zudem die erste Nation überhaupt, die den Weltmeistertitel der Männer und der Frauen gleichzeitig hält.

Dazu kommen zwei Bestmarken, die dieser Final erst vollständig gemacht hat. Spanien kassierte in acht Turnierspielen genau ein Gegentor — der tiefste Wert, den je ein Weltmeister erreicht hat, und das im ersten Turnier mit 48 Mannschaften, in dem der Champion mehr Spiele bestreiten muss als in jeder früheren Ausgabe. Sieben Mal blieb die Mannschaft ohne Gegentor. Und die Serie ohne Niederlage steht nun bei 38 Spielen — alleiniger Weltrekord, vorbei an Italiens 37. Trainer Luis de la Fuente sagte nach dem Spiel: «I said gentlemen we have an appointment with history, and we want to be there first.» («Ich sagte, meine Herren, wir haben einen Termin mit der Geschichte, und wir wollen als Erste dort sein.»)

Spanien an der WM 2026 Wert
Spiele / Siege 8 / 8
Gegentore 1 (tiefster Wert eines Weltmeisters)
Spiele ohne Gegentor 7
Serie ohne Niederlage 38 (alleiniger Weltrekord)
Titel 2. WM-Titel (nach 2010)

Wie die Serie vor dem Final stand und welche Torhüterrekorde dabei sauber auseinanderzuhalten sind, ist in der Analyse zu Spaniens Rekordserie aufgeschlüsselt; die Teamseite bündelt die Selección im Überblick.

Die Aufstellungen und die Abweichungen zur Prognose

Beide Trainer boten ein 4-3-3 auf. Auf spanischer Seite deckte sich die Startelf weitgehend mit den Vorschauen — Pedri sass wie erwartet auf der Bank, Dani Olmo begann. Bei Argentinien gab es zwei Abweichungen: Nicolás González begann in der vordersten Reihe neben Messi und Julián Álvarez, und Leandro Paredes stand nicht in der Startelf, sondern kam erst als Einwechselspieler.

Team Startaufstellung Formation
Spanien Simón; Porro, Cubarsí, Laporte, Cucurella; Rodri, Olmo, Fabián Ruiz; Yamal, Oyarzabal, Baena 4-3-3
Argentinien E. Martínez; Montiel, Romero, L. Martínez, Tagliafico; De Paul, E. Fernández, Mac Allister; N. González, Messi, Álvarez 4-3-3

Facundo Medina kam nicht zum Einsatz; Nicolás Tagliafico spielte wie vorhergesagt links hinten. Wie die Vorschau die Ausgangslage bewertet hatte, steht in der Prognose zum WM-Final; die Hintergründe zur Schiedsrichter-Ansetzung liefert die Analyse zu Slavko Vinčić.

Der Schweizer Blick auf diesen Final

Für Schweizer Zuschauerinnen und Zuschauer schliesst sich mit diesem Ergebnis ein Kreis. Argentinien war jene Mannschaft, an der die Nati im Viertelfinal gescheitert war — 1:3 nach Verlängerung. Im Final ist die Albiceleste nun selbst in der Verlängerung gestrauchelt, gegen ein Team, das im gesamten Turnier ein einziges Gegentor zuliess. Wer die Nati-Niederlage einordnen will, findet sie im Rückblick auf Argentinien – Schweiz.

Der Weg des Weltmeisters führte über Österreich (3:0 im Sechzehntelfinal), Portugal (1:0 im Achtelfinal), Belgien (2:1 im Viertelfinal) und Frankreich (2:0 im Halbfinal). Argentiniens Weg war der härtere: Kap Verde 3:2 nach Verlängerung, Ägypten 3:2, die Schweiz 3:1 nach Verlängerung und England 2:1. Genau diese zusätzlichen Minuten in den Beinen waren Scalonis erklärte Sorge vor dem Final — und der Final ging erneut in die Verlängerung.

Terminlich war es die günstigste Konstellation dieser gesamten K.-o.-Phase: 21:00 Uhr (CEST) am Sonntagabend, nach den Nachtspielen der Nati in Vancouver und Kansas City. Alle Anstosszeiten sammelt der Spielplan WM 2026, eine Übersicht über alle Teilnehmer bietet die Pillarseite Nationalmannschaften.

  • Spanien ist Weltmeister 2026: 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien, Tor von Ferran Torres in der 106. Minute im MetLife Stadium vor 80’663 Zuschauern.
  • Der Siegtreffer entstand über zwei Eingewechselte: Flanke Porro, Kopfball Nico Williams, direkter Abschluss von Ferran Torres, der in der 62. Minute gekommen war.
  • Enzo Fernández sah in der 90.+3 Minute Gelb-Rot; Argentinien spielte die gesamte Verlängerung in Unterzahl und blieb über 120 Minuten ohne Torschuss aufs Tor.
  • Emiliano Martínez wehrte elf Schüsse ab — der höchste Wert, der je in einem WM-Final registriert wurde.
  • Die nach dem Abpfiff gemeldete zweite Rote Karte gegen Leandro Paredes steht nicht im offiziellen Spielbericht: bestätigt ist die Auseinandersetzung, nicht der Platzverweis.
Abgerechnete Quoten zum Final und zu den Langzeitwetten führen Partner wie Boomerang Bet.com, BetiBet, BillyBets, ZotaBet, WinRolla, RichRoyal, MrPacho und Boomerang Bet io in Schweizer Franken. Wie sich die Schlusskurse abgerechnet haben, steht in der Quoten-Bilanz zum Turnier; die Auszeichnungen behandelt die Übersicht zu den Einzelpreisen. Laufende Linien sammeln die Live-Quoten Schweiz.
Wie ist das WM-Final 2026 ausgegangen?
Spanien gewann 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien. Das Tor erzielte Ferran Torres in der 106. Minute, rund 39 Sekunden nach Beginn der zweiten Verlängerungshälfte. Nach 90 Minuten hatte es 0:0 gestanden.
Wer hat das Siegtor im WM-Final 2026 geschossen?
Ferran Torres, der in der 62. Minute für Mikel Oyarzabal eingewechselt worden war. Vorbereitet wurde der Treffer durch einen Kopfball von Nico Williams nach einer Hereingabe von Pedro Porro — beide Vorbereiter kamen ebenfalls von der Bank.
Warum spielte Argentinien in der Verlängerung mit zehn Mann?
Enzo Fernández sah in der 90.+3 Minute die Gelb-Rote Karte nach einem rücksichtslosen Foul an Pau Cubarsí. Es blieb der einzige bestätigte Platzverweis der Partie.
Wurde Leandro Paredes nach dem Schlusspfiff vom Platz gestellt?
Nein. Mehrere Medien berichteten von einem Platzverweis, doch der offizielle FIFA-Spielbericht führt keinen zweiten argentinischen Platzverweis. Belegt ist die Auseinandersetzung, bei der Paredes Eric García an den Hals griff.
Der wievielte WM-Titel ist das für Spanien?
Der zweite nach 2010. Spanien hält damit gleichzeitig den EM-Titel 2024 und den WM-Titel 2026 und ist — zusammen mit dem Frauen-Weltmeistertitel 2023 — die erste Nation, die den Weltmeistertitel der Männer und der Frauen gleichzeitig hält.